Unsere Vorschau für das Frühjahr 2026 finden Sie hier.
Gerade legen wir noch Hand an unsere Frühjahrsbücher, die kommende Woche in den Druck gehen: Zum einen »NOW!«, Anna Opels Porträt der Theatermacherin und Anarcho-Pazifistin Judith Malina (ja, die Großmutter in der Addams-Family-Verfilmung von 1991), die im Juni 2026 100 Jahre alt würde, zum Anderen Ingeborg Gleichaufs etwas andere Annäherung an Ingeborg Bachmann, ebenfalls anlässlich deren 100. Geburtstags. Mehr zu unseren Neuerscheinungen finden Sie in unserer Frühjahrsvorschau. Hier können Sie darin blättern und hier geht es zum Download.
Auf ein Veranstaltungshighlight der kommenden Wochen freuen wir uns ganz besonders: Donnerstag, den 29. Januar sind wir im Berliner Collegium Hungaricum zu Gast. Im Gespräch mit Bernadette Conrad stelle ich Jolán Földes und »Die Straße der fischenden Katze« vor, den Roman über das Pariser Exil der 1920er und 1930er Jahre, mit dem Földes zur erfolgreichsten ungarischen Schriftstellerin ihrer Zeit wurde. In Deutschland durfte das Buch der jüdischen Autorin damals nicht erscheinen, umso mehr freut es mich, dass ich die deutsche Übersetzung von Stefan Isidor Klein im vergangenen Herbst bei AvivA herausgeben konnte. Es liest Schauspielerin Simone Hausdorf.
In der LeseLounge im Augustinermuseum Freiburg geht es am Freitag, den 6. Februar um Künstlerinnen und deren Werk im Alter. Hier liest Schauspielerin Renate Obermaier aus
»So viel Energie«, den faszinierenden Porträts von Hanna Gagel. Beginn ist um 17.30 Uhr.
Autorin Catrin George Ponciano ist ab Ende Februar wieder unterwegs: zum Einen mit Lesungen aus »Alles – bloß nicht vage«, ihrem Porträt der portugiesischen Schriftstellerin Florbela Espanca am Freitag, den 27. Februar um 19.30 Uhr in Ingelheim am Rhein und am Donnerstag, den 5. März um 19 Uhr in Lissabon – und zum anderen mit der viertägigen Reise Lissabon literarisch auf den Spuren portugiesischer Dichter:innen vom 3. bis zum 6. März. Es gibt noch Restplätze!
Auch im neuen Jahr geht die Indiebookchallenge natürlich weiter: »Lies ein Buch, das eine Frage stellt oder eine Frage im Titel hat«, #FrageBuch, heißt die im Januar. Da empfehlen wir natürlich zum einen »Ob die Möwen manchmal an mich denken?« von Kristine von Soden. Oder wie wäre es mit »Sammeln nur um zu besitzen?« über berühmte Kunstsammlerinnen von Isabella d'Este bis Peggy Guggenheim? Hier finden Sie weitere AvivA-Tipps zur Indiebookchallenge.
Auf ein gutes Jahr 2026!
Ihre Britta Jürgs
Maro
1921 wird die 19-jährige Maro Makaschwili an der Front bei Tabachmela getötet. Sie wird zur Symbolfigur eines unabhängigen, demokratischen Georgiens. Nina, Natalia und Ketewan, eigentlich gerade auf einer Geburtstags-party, finden sich plötzlich an der Seite der jungen Frau wieder.
Die Straße der fischenden Katze
In einer schmalen, dunklen Gasse im Pariser Quartier Latin wohnt die ungarische Familie Barabás. Im Viertel treffen die unterschiedlichsten Menschen aus verschiedenen Ländern Europas aufeinander – vom russischen Bankier bis zum spanischen Anarchisten. Sie alle versuchen, sich im Pariser Exil der 1920er und 1930er Jahre zurechtzufinden. Doch die politischen Ereignisse bringen ihr Leben immer wieder durcheinander.
Gaby Babić, Anke Zechner (Hg.)
Generationen
Frauen und Film, Heft 73
In der Filmwissenschaft ist »Generation«, anders als »race«, »Klasse« oder »Gender«, keine gängige Begriffs- oder gar Analysekategorie. Was kann mit einem feministischen Blick auf Generationen für Film und Kino gewonnen werden?
Ingeborg Bachmann – Die Widerspenstige
Wie kann man sich Ingeborg Bachmann heute noch nähern? Sind ihr nicht allzu viele auf der Suche nach dem, was Person und Werk ausmachen, allzu nahe gekommen?
Anna Opel
NOW! Judith Malina und das Living Theatre
Lässt sich die Welt reparieren mit Kunst? Nur mit Kunst, sagt die jüdische Anarcho-Pazifistin Judith Malina. NOW! folgt ihrem ereignisreichen Leben.
Good-bye für heute
Berlin 1926: Die junge Medizinstudentin Karin lebt mit ihrer Mutter, der gebürtigen US-Amerikanerin Jean, und ihrem Zwillingsbruder Erhard nach dem Tod des Vaters im einstigen Stadtdomizil der Familie am Lützowplatz. Doch nicht nur die einst herrschaftliche Wohnung ist nach dem Krieg geteilt und zimmerweise vermietet, auch durch die Familie ziehen sich Risse.
Alles – bloß nicht vage! Die portugiesische Dichterin Florbela Espanca
Die autobiografische Poesie der 1894 geborenen und 1930 gestorbenen Dichterin Florbela Espanca steht für den weiblichen Aufbruch in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Unerschrocken, unersättlich, ungebändigt: alles – bloß nicht vage.
Sand im patriarchalen Getriebe
1975, vor 50 Jahren, wurde der erste Frauenbuchladen in Deutschland gegründet, nahezu zeitgleich entstanden die ersten deutschen Frauenverlage. Doris Hermanns erzählt die Geschichte der Frauen-Buch-Bewegung von ihren Anfängen bis heute und macht deutlich, wie vielfältig – und wie international – diese von Anfang an war und ist.
150. Geburtstag am 30. Juni 2025
Die Bräutigame der Babette Bomberling
Unser Lieblingsroman von Alice Berend über eine Sargfabrikantengattin, die einen Bräutigam für ihre Tochter sucht. Mit viel Witz und Humor schildert Berend reich
gewordene Kleinbürger und verarmte Adlige, Langzeitstudenten und aufstiegsbegierige Parvenüs im Berlin des beginnenden 20. Jahrhunderts. Einfach köstlich!
Amelie Soyka (Hg.)
Tanzen und tanzen und nichts als tanzen
Sie haben den Tanz revolutioniert und beeinflussen ihn bis heute: Tänzerinnen der Moderne von Josephine Baker bis Mary Wigman. Ein Buch für all diejenigen, die in das turbulente kulturelle Geschehen der 1920er Jahre eintauchen wollen, die sich für zeitgenössischen Tanz begeistern und dessen Wurzeln erkunden möchten sowie für Liebhaber:innen der Tanz- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts – jetzt in der 3. Auflage!